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23.02.09
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LABRADOR
KENNEL (VDH/FCI)
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 B. Jones mit
"Bramble" |
How to show
your Labrador Ausstellungsleitfaden für
Anfänger von Britta Jones Kennel TIVERTON LABRADORS (VDH,
FCI) ©1998 Britta und Gary Jones | |
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| Der erste Schritt... |
| Die Theorie |
| Die Praxis |
| Grundvoraussetzungen für gutes
"Handling" |
| Equipment |
| Kommen wir zum Thema
Kleiderordnung |
| Höflichkeit |
| Einteilung der Klassen |
| Was erwartet Sie auf der
Ausstellung? |
| Der Ablauf im Ring |
| Der Richterbericht |
| How to train your Labrador |
| Zeigt her eure Zähne |
| Das Aufstellen |
| Korrigieren des Aufstellens -
stacking |
| Move your dog - Das Vorführen in der
Bewegung |
| Zum Schluss - Übung macht den
Meister |
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Ausstellungen? Warum eigentlich nicht
? Lassen Sie sich doch einmal darauf ein, vielleicht entdecken Sie ein
neues Hobby. Ausstellungen machen Spaß, man trifft nette Leute und auch
viele nette Hunde, verbringt einen schönen Tag unter Gleichgesinnten und
natürlich kommt auch der faire Wettbewerb nicht zu kurz. Rundum eine
schöne Sache und ich würde mich freuen, wenn sie sich angesprochen fühlen.
Vielleicht sehen wir uns ja einmal auf einer
Ausstellung...? |
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Am besten ist es natürlich, wenn sie schon bei der Auswahl
Ihres Welpen den Züchter darüber informieren, dass Sie planen Ihren
Familienzuwachs auch einmal auf einer Ausstellung zu zeigen. Der Züchter
wird ihnen dann vermutlich ein Tier auswählen, dass dem Rassestandard am
weitesten entspricht. Natürlich kann kein Züchter bei seinen acht Wochen
alten Welpen vorhersagen welcher ein zukünftiger Showchampion wird, aber
in Grundzügen ist es schon möglich ein besonders korrekt gewachsenes Tier
aus dem Wurf zu erkennen. Die meisten Züchter werden sich freuen, wenn sie
bereit sind seinen Nachwuchs auch vorzustellen. Über den
Erfolg ihres Labradors im Showring werden später viele Faktoren
entscheiden und das letzte Quäntchen Glück gehört natürlich auch dazu,
aber auch ohne ständige Platzierungen und Siege machen Ausstellungen Spaß,
vorausgesetzt Sie gehen mit der richtigen Einstellung und natürlich einer
guten Vorbereitung an die Sache heran. |
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Was ist eine Ausstellung? Zunächst einmal müssen Sie sich
klarmachen was eine Ausstellung ist. Der zweite gebräuchliche Begriff
"Zuchtschau" trifft den Kern der Sache vielleicht besser. Auf einer
Zuchtschau soll die Nachzucht der Labradorpopulation gezeigt werden.
Züchter und Hundebesitzer lassen von einem anerkannten Zuchtrichter
feststellen, inwieweit ihr Tier dem international gültigem Rassestandard
entspricht. Die Zuchtrichter sind bei ihrer Bewertung ausschließlich dem
Rassestandard verpflichtet. Ihr Urteil ist frei und unanfechtbar. Und
schon sind wir beim Vorurteil Nummer eins: Ausstellungen sind
immer subjektiv! Es ist schon richtig. Jeder Labradorbesitzer bevorzugt
einen eigenen Typ, jeder Züchter hat sein Idealbild vor Augen, natürlich
immer im Rahmen des festgelegten Standards. Und so hat auch jeder Richter
bestimmte Vorlieben und Dinge die ihm besonders wichtig sind, ebenso Dinge
die er bei seiner Rasse gar nicht akzeptieren kann. Das ist aber kein
Widerspruch in sich. Die Retrieverclubs bemühen sich darum verschiedene
Richter einzuladen, damit sie als Aussteller die Möglichkeit haben, ein
recht umfassendes Bild von ihrem Hund zu bekommen. Haben sie erst einmal
einige Ausstellungen besucht, ergibt sich aufgrund mehrerer
Formwertbeurteilungen schon ein recht klar umrissenes Bild ihres Hundes.
Formwert meint den momentanen Zustand ihres Hundes beim Richten. Ist ihr
Hund also gerade abgehaart (out of coat) wird die Beurteilung sicher
schlechter ausfallen, obwohl der Richter natürlich weiß, dass ihr Hund
sonst besser aussieht. Der Richter darf aber nur den augenblicklichen
Zustand bewerten. Sie sehen also, auch wenn die Bewertung
ihres Hundes einmal nicht so ausfällt, wie sie es erwarten, gibt es
hierfür vermutlich einen Grund und bei der nächsten Ausstellung wird es
sicher wieder besser gehen. Und die ganz schlechten Beurteilungen
kommen in die Ablage P = Papierkorb!!! Merke!!! Nehmen sie
das Richten ernst aber nicht persönlich. Sie wissen ja, dass sie den
schönsten Hund der Welt haben, und kein Richterurteil sollte daran etwas
ändern können. Und noch etwas: Mit dem Richter über sein
Urteil zu diskutieren ist absolut unpassend. Fühlen sie sich ungerecht
behandelt, gehen sie eine Runde mit ihrem Hund spazieren und nehmen sie
sich ein Beispiel an seiner Gelassenheit. |
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Wenn ich zu Anfang meines Artikels von den verschiedenen
Faktoren sprach, die sich auf die Bewertung ihres Hundes auswirken, so ist
sicher ihr "Handling", das heißt die Art und Weise wie sie ihren Hund im
Ring präsentieren, aber auch wie sie sich selber im Ring bewegen von nicht
zu unterschätzender Wichtigkeit. Leider wird uns Deutschen genau in
diesem Punkt von ausländischen Richtern immer wieder schlechtes Benehmen
vorgeworfen. Und es ist traurig, dass die Richter oft recht haben. Es
ist für einen Richter, der immerhin ehrenamtlich zum Teil aus dem Ausland
anreist, sicher sehr enttäuschend, wenn er merkt, dass viele Aussteller ihr
Handeln gar nicht ernst nehmen und ihre Hunde nicht ausreichend
vorbereitet haben. Die Richter müssen Hunde beurteilen, die weder
ordentlich gepflegt noch genügend trainiert sind. Hunde die nicht
ordentlich im Ring stehen , beim Vorführen hüpfen und springen, sich nicht
anfassen lassen und ihre Zähne nicht freiwillig zeigen sind sicher noch
das Erträglichste. Im vergangenen Jahr haben sich zwei erfahrene,
englische Showrichter über aggressives Verhalten unserer Retriever- Rüden
im Showring beklagt. Nach meiner Meinung handelt es sich bei diesen Rüden
nicht ums wesensmäßig schlecht veranlagte, sondern einfach um schrecklich
unerzogenen Exemplare. Spätestens hier wird aber deutlich, dass es ohne
Ringtraining einfach nicht geht. |
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| Grundvoraussetzungen für
gutes "Handling" | |
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Was sind also die nötigen Grundvoraussetzungen für ein
erfolgreiches Ausstellen? Natürlich sollte ihr Labrador ordentlich
sozialisiert sein. Er muss Spaß daran haben andere Menschen und Hunde zu
treffen und dies auch z.B. durch Übungsstunden in ihrer Retrievergruppe
gewöhnt sein. Eine gute solide Grundausbildung ist natürlich
selbstverständlich. Leinenführigkeit ist nötig, damit ihr Hund nicht mit
ihnen durch die Ausstellungshalle spazieren geht sondern umgekehrt.
Gewöhnen sie ihn bitte daran, dass er an der Leine nicht mit anderen Hunden
Kontakt aufnimmt. Jeder Labrador sollte freilaufend genügend Möglichkeiten
zum Sozialkontakt haben, so das es für ihn normal ist ,dass er an der Leine
nicht zu anderen Hunden darf. An der Leine sollten nur sie für ihn
interessant sein. Aber das kennen sie ja vermutlich aus ihren Retrieverkursen... Ihr Hund sollte sich in ausgezeichnetem
Pflegezustand befinden. Das heißt nicht zu fett, ordentlich bemuskelt,
aber bitte auch nicht zu schlank. Das Fell sollte sauber sein und auch
beim Anfassen keinen unangenehmen Geruch an den Händen hinterlassen. Wenn
sie ihren Hund baden wollen, so tun sie das wenigstens eine Woche vorher,
damit das Fell nicht plüschig wirkt. Bei den Labradors sollte man den
Pinsel am Rutenende wegschneiden, dies lassen sie sich am besten beim
ersten Mal zeigen. Entfernen Sie soweit möglich den Zahnstein und säubern
sie das Außenohr. Einen schwarzen Labrador bringen sie am besten mit einem
Fensterleder auf Hochglanz. Bürsten kurz vor der Ausstellung bringt bei
Labradors Schuppen! |
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Besorgen sie sich eine kleine, tragbare Box für ihre
Utensilien. Sehr gut geeignet sind sogenannte Pferdeputzboxen, weil sie
aufrecht stehende Flaschen unterbringen können. Diese erhalten sie in
jedem Reitsportgeschäft. In die Box
gehören: Pflegeutensilien: Fensterleder, Tuch für die Augen,
Handtuch Wasserflasche für den Hund Wassertopf Verpflegung Mensch
und Hund Hundeleckerli zum Vorführen ( am besten Schmackostreifen) Ansteckclip für ihre Startnummer Eine
Ausstellungsleine. Empfehlenswert für das Ausstellen ist eine sehr dünne,
der Farbe ihres Hundes angepasste weiche Nylonleine. Sie sollte genau wie
eine Moxonleine funktionieren und sich leicht wieder lösen. Lederleinen
sind meist zu steif und machen dadurch eine unschöne Halslinie. Neuerdings
gibt es bei einem Retrieverfachhandel eine Kombination aus einer
Nylonleine mit einer angesetzten, ganz fein gearbeiteten dünnen Kette. Ich
finde sie herrlich, weil diese Kette sich traumhaft leicht am Hals bewegt
und durch ihr Eigengewicht beim Aufstellen immer wieder in die optimale
Form zurückfällt. Meldebestätigung, Impfpass und
Ahnentafelkopie Und natürlich alles was sie persönlich
bevorzugen. Weiter benötigen sie: Einen Klappstuhl Ein
Vet Bed für Ihren Hund Eventuell einen Zimmerkennel, wenn ihr Hund dies
gewohnt ist Nun sind sie also ausgerüstet mit allem was sie
für ihren Hund und sich selbst über den Tag benötigen. |
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| Kommen wir zum Thema
Kleiderordnung | |
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Kurz gesagt: Es gibt keine. Es sollte selbstverständlich
sein, korrekt und sauber gekleidet im Ring zu erscheinen. Hypermoderne
Kleidung in schreienden Farben ist sicherlich genauso wenig angebracht,
wie die mittlerweile uniformmäßige Wachsjacke, es sei denn sie stehen auf
einer Open Air Show im Regen. Ich persönlich bevorzuge zu diesem Zweck ein
gut geschnittenes Jackett, das ist dezent und immer passend. Bedenken
Sie bitte, dass sie gemeinsam mit ihrem Hund ein Gesamtbild abgeben und
dies ist sicherlich der erste Eindruck den sie beim Richter hinterlassen.
Dazu gehört natürlich auch ein freundliches Lächeln. Es gibt keinen Grund
unfreundlich in die Welt hinaus zu schauen. Letztlich sind sie doch
freiwillig hier, oder? |
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Für ebenso wichtig halte ich die Höflichkeit innerhalb des
Ringes. Da wir immer wieder mit ausländischen Richtern zu tun haben,
sollte jeder zumindest in der Lage sein, eine Begrüßung und ein "Danke
schön" in englischer Sprache über die Lippen zu bringen. Wenn sie
aufgefordert werden, ihren Hund dem Richter vorzustellen, begrüßen sie
diesen natürlich höflich. Stop!!! Bitte nicht mit Handschlag und natürlich
auch nicht mit seinem und ihrem Namen, sie wollen ihn ja nicht bestechen,
oder? Hier reicht ein freundliches "guten Tag" etc. aus. Während der
Richter die Zähne ihres Labradors ansieht, helfen sie dem Richter
natürlich. Ist der Richter mit der Beurteilung ihres Hundes fertig, so
bedanken sie sich wiederum höflichst. Nach erfolgter Platzierung, vorausgesetzt sie hatten das Glück und gehören zu den vier
Siegern, ist es selbstverständlich den anderen Platzierten zu gratulieren.
Zur Ehrenrunde wird natürlich dem Sieger der Vorrang
gelassen. Sie sehen, es ist gar nicht schwer und es macht es
für alle Beteiligten so angenehm. Höflichkeit bedeutet auch,
dass sie ihren Hund bei sich behalten. Es ist meistens recht eng im Ring
und jeder Hundehalter muss versuchen seinen Hund auf engstem Raum optimal
zu präsentieren. Dies geht nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme. Lassen
sie ihren Hund auf keinen Fall an den anderen schnüffeln, lenken sie die
anderen Handler und Hunde nicht durch zu übertriebenes eigenes Handling
ab. Laut quietschende Gummitierchen sind zum Aufmerksam machen des eigenen
Hundes sicher gut geeignet, aber sie werden damit vermutlich nicht nur die
Aufmerksamkeit ihres eigenen Hundes erregen. Sogenanntes "Doubelhandling"
das bedeutet, dass eine zweite Person von außerhalb des Ringes ihren Hund
aufmerksam macht, ist übrigens in Deutschland verboten. Beim Vorführen
aller Hunde in der Bewegung halten sie Abstand zu ihrem Vorgänger und
stoppen sie langsam ab wenn sie die Führung haben. Gespräche
innerhalb des Ringes sind zwar mittlerweile üblich, aber dennoch
eigentlich nicht erwünscht. Konzentrieren sie sich lieber auf ihren Hund
und halten sie so etwas wie die geistige Leine zwischen ihnen und ihrem
Tier aufrecht. Folgen sie immer sofort und freundlichst den Anweisungen
des Ringsteward und des Richters. Halten Sie sich bitte immer
vor Augen, dass alle Richter, Stewards und Helfer für sie und ihren Hund
ihre Freizeit opfern. Danken sie ihnen dies mit Höflichkeit und
Freundlichkeit. |
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Auf der Ausstellung werden die Hunde in verschiedene Klassen
eingeteilt. Zunächst einmal erfolgt eine Einteilung in Rüden und
Hündinnen. Ist nur ein Richter zur Bewertung eingeladen,
werden grundsätzlich die Rüden zuerst gerichtet. Erst wenn alle
Rüdenklassen fertig sind, wird mit den Hündinnen
begonnen. Die in Deutschland gebräuchlichste Einteilung ist
folgende:
| Jüngstenklasse |
6 - 9 Monate |
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| Jugendklasse |
9 - 18 Monate |
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| Offene Klasse |
ab 15 Monaten |
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| Gebrauchshundeklasse |
ab 15 Monaten |
mit Leistungsnachweis, mind.
BLP |
| Championklasse |
ab 15 Monaten |
mit mindestens einem
Championtitel |
| Veteranenklasse |
ab 8 Jahren |
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| Züchterklasse |
ab 15 Monaten |
für Hunde im Besitz ihres
Züchters |
Die Termine und Anmeldeformulare für Ausstellungen erhalten
sie entweder über ihre Clubzeitschrift oder auch direkt beim VDH Dortmund.
Die Richtlinien zur Vergabe der Championatsanwartschaften können sie
ebenfalls beim VDH in Dortmund anfordern.. Selbstverständlich sollten sie
ausschließlich an Ausstellungen teilnehmen, die unter der Schirmherrschaft
des VDH in Deutschland oder der FCI im Ausland stattfinden. Sofern sie
Termine für Ausstellungen in Hundefachzeitschriften finden, fragen sie
bitte den Veranstalter nach der VDH /FCI Mitgliedschaft des
veranstaltenden Vereins.
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| Was erwartet Sie auf der
Ausstellung? | |
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Um zu wissen was sie trainieren müssen, ist es zunächst einmal
nötig, genau zu wissen was auf sie und ihren Hund während einer
Ausstellung zukommt. Wenn sie am Morgen auf der Ausstellung
(selbstverständlich pünktlich) erscheinen wird zunächst einmal ein
anwesender Tierarzt den mitgebrachten Impfpass überprüfen. Danach erhalten
sie im Ausstellungsbüro ihre Ausstellungsunterlagen. Diese beinhalten in
der Regel ihre Startnummer und einen Katalog in dem alle Teilnehmer
vermerkt sind. Aufgrund der Startnummer können sie nun im Katalog
nachschauen, in welcher Klasse sie starten. Die Reihenfolge der Klassen im
Katalog entspricht meist auch der eingehaltenen Reihenfolge auf der
Ausstellung. So wissen sie also schon einmal ungefähr wann sie an der
Reihe sind. Suchen sie sich nun also einen guten Platz am Ring, denn neben
dem Ausstellen des eigenen Hundes wolle sie ja sicherlich auch etwas von
den anderen Hunden sehen. Der beste Platz am Ring ist sicherlich der
gegenüber des Richtertisches, weil sie hier die Hunde in ihrer vollen
Pracht sehen können wenn sie dem Richter zur Endbewertung präsentiert
werden. Natürlich sind diese Plätze auch von allen anderen Ausstellern
heiß begehrt und so ist es sicherlich vorteilhaft, wenn sie nicht auf die
letzte Minute kommen. Versuchen sie ihren Hund auf dem mitgebrachten
Vet - Bed oder in seinem gewohnten Zimmer - Kennel möglichst ruhig zu platzieren. Die erste Aufregung ist jetzt vorbei und sie haben Zeit ein
wenig durchzuatmen. Der Helfer des Richters, ein sogenannter
Ringsteward ruft nun die jeweiligen Klassen auf und sie sind selber dafür
verantwortlich bei Aufruf im Ring zu erscheinen. Wenn sie also die Halle
kurzfristig verlassen z.B. um den Hund auf den ausgeschilderten Löseplatz
zu bringen, vergewissern sie sich vorher, dass ihre Klasse nicht als
nächstes aufgerufen wird. |
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| Und was passiert wenn es endlich soweit ist? |
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Als erstes müssen Sie im Ring unter den anderen Teilnehmern
ihren Platz finden. Das ist ganz einfach, denn sie haben ja ihre
Startnummer für Richter und Steward gut lesbar mit ihrem Clip an ihrer
Kleidung befestigt. Im Ring stellt man sich nach Startnummern auf. Betritt
der Richter die Mitte des Ringes stellen alle Handler ihre Hunde zunächst
einmal in Position. Das heißt, sie stellen ihren Hund so zum Richter, dass
er ihn von der Seite gut und deutlich betrachten kann. So verschafft
sich der Richter den ersten Überblick über die anwesenden Hunde. Danach
wird der Richter in der Regel alle Handler auffordern ihre Hunde im Kreis
im Trab zu bewegen. Hierbei richtet man sich in der Geschwindigkeit
natürlich nach dem vorhergehenden Handler. Sie haben später bei der
Einzelbewertung noch die Möglichkeit ihren Hund in dem für ihn am
vorteilhaftesten Tempo vorzustellen. Der Richter gibt das Kommando zum
abbrechen und nun fordert er den ersten Teilnehmer auf, zu ihm zu kommen
zur Einzelbewertung. Solange sie nicht an der Reihe sind, lassen sie
ihren Hund in dieser Wartesituation entspannen. Der Richter sieht jetzt
nur den Hund in der Einzelbewertung , es ist nicht nötig ihren Hund die
gesamte Zeit gespannt zu halten. Das ist für sie sehr schwer und die
Konzentrationsfähigkeit des Hundes wird überfordert. Der bereits
gerichtete Hund schließt sich am Ende der wartenden anderen Hunde wieder
der Reihe an und der Richter fordert nun den nächsten Handler auf zur
Einzelbewertung zu kommen. Fordert der Richter sie auf als nächstes zu
ihm zu kommen ,machen sie ihren Hund aufmerksam und gehen dann zum
Richter. Denken Sie bitte in ihrer Aufregung an die vorher beschriebenen
Höflichkeitsfloskeln. In der Regel wird der Richter zunächst den Hund
anfassen wollen. Er fühlt die Rippen ab, bei den Rüden überprüft er das
Vorhandensein beider Hoden, Wenn er das Gebiss kontrollieren möchte, helfen
sie ihm indem sie den Hund so vor sich nehmen, dass er sich nicht nach
hinten dem Richter entziehen kann. Auch wollen die Richter meistens die
Mimik des Hundes und seine freundliche Ausstrahlung beurteilen. Dazu
spricht der Richter den Hund an und achtet auf seine Reaktionen. Am besten
halten sie sich da raus. Anschließend wird der Richter sie auffordern
ihren Hund zu bewegen. In der Regel bedeutet dies im Trab ein Dreieck zu
laufen . Danach werden sie aufgefordert eine gerade Strecke vom Richter
weg und auf dem Rückweg auf den Richter zuzulaufen. Nach dem
Vorführen in der Bewegung begibt sich der Richter zum Richtertisch um
seinem Steward die Bewertung ihres Hundes zu diktieren. Jetzt kommt es auf
sie an. Sie müssen ihren Hund nun bestmöglichst präsentieren. Wieder
muss der Hund so aufgestellt werden, dass er für den Richter von der Seite
zu beurteilen ist. Halten sie genügend Abstand zum Richtertisch, damit der
Richter auch im Sitzen ihren Hund in der Gesamtheit beurteilen kann.
Versuchen sie in diesem entscheidenden Moment Ruhe zu bewahren und den
Hund nicht durch ihre eigene Nervosität zur Unruhe zu bringen.
Konzentrieren sie sich ausschließlich auf ihren Hund. Nichts auf dieser
Welt darf sie in diesem Moment ablenken. Der Richter wird
sich in der Regel nach Fertigstellen seines Urteils erheben und sie zu
ihrem Platz zurückschicken, dies ist der Moment für ein höfliches "Danke
schön". Sie und ihr Hund haben nun wieder die Möglichkeit ein wenig zu
entspannen. Nehmen sie sich die Zeit um in Ruhe
durchzuatmen. Ist die letzte Einzelbewertung geschrieben, ist
die erste Entscheidung bereits gefallen. Normalerweise werden sie jetzt
vom Richter oder dem Steward geteilt. Alle Hunde die mit der Formwertnote
"Vorzüglich" bewertet worden sind bleiben im Ring und alle anderen dürfen
den Ring verlassen. Oft geht der Richter zu den Handlern die ausscheiden
müssen und verabschiedet sie mit Handschlag, es kann aber auch sein, dass
der Steward einfach nur ihre Nummer aufruft und sie wissen dann, dass es
Zeit ist den Ring zu verlassen. Haben sie Glück und sind in der
Endausscheidung dabei, wird es jetzt noch einmal sehr spannend und gerade
jetzt kommt es nur auf sie und ihre gemeinsame Ausstrahlung an. Oft sind
die mit Vorzüglich bewerteten Hund so gleichmäßig gut, dass nur noch das
bessere Vorstellen die Entscheidung bringt. Also noch einmal alle Mühe
gegeben. In der Regel müssen sie alle zusammen nun noch ein paar Runden
laufen, vielleicht auch noch einmal einzeln auf und ab. Anschließend
kommt das letzte Aufstellen. Geben sie alles. Zeigen sie den Hund in
seiner ganzen Pracht. Nun werden die Platztafeln aufgestellt. Dies sind
Schilder mit den Ziffern 1 - 4. Der Richter kommt in der Regel zuerst
zum Viertplazierten und fordert ihn auf seinen Hund zur entsprechenden
Tafel zu führen. Vergessen sie bitte das liebenswerte "Danke schön" nicht,
auch wenn sie lieber gewonnen hätten. Der Reihenfolge nach werden jetzt
die ersten Drei platziert . Sind sie nicht unter den Platzierten verlassen
sie still, aber nicht allzu traurig den Ring. Einen vorzüglichen Hund zu
haben ist großartig und auch ohne Platzierung toll, das gleiche gilt
natürlich für einen "sehr guten" Hund. Und wenn die
Beurteilung nicht ganz so gut war? Der Richter hatte sicher einen
schlechten Tag... |
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Den Richterbericht erhalten sie nun aber nicht sofort, sondern
erst wenn alle Hunde gerichtet sind. Dies wird ihnen aber sicher nichts
ausmachen, denn sie verfolgen ja gespannt auch noch die anderen Klassen.
Es ist übrigens nicht erlaubt vor Beendigung der Ausstellung ihren Hund
vom Schaugelände zu bringen. Dies soll einfach dazu dienen, dass die
anwesenden Zuschauer über den ganzen Tag die teilnehmenden Hunde
besichtigen können. Schließlich repräsentieren sie mit ihrem
Ausstellungshund ihre Rasse, das ist doch ein Grund stolz zu sein,
oder? In der Regel wird der Richterbericht nach Beendigung
der Ausstellung am Ring oder im Ausstellungsbüro ausgegeben. Halten sie
hierzu noch einmal ihre Startnummer bereit, dann brauchen die Helfer nicht
unnötig suchen. Wenn sie ihren Bericht ausgehändigt bekommen, ist dies
auch der richtige Zeitpunkt sich für die schöne Veranstaltung zu bedanken.
Leider bekommen die Sonderleiter und deren Helfer viel zu wenig Lob und
Dank . Mit Kritik ist man eben meistens viel schneller bei der
Hand... Jetzt werden sie sicher sagen, dass es ja doch nicht
so ganz einfach ist einen Hund auf die Ausstellung zu bringen. Dies soll
aber nicht heißen, dass sie jetzt aufgeben und ihn gar nicht mehr
ausstellen wollen. Seien sie unbesorgt. Es ist gar nicht so schwer.
Natürlich gehört ein wenig Übung dazu, aber sie gehen ja auch nicht ohne
Training zu einer Begleithundeprüfung, oder? |
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| Im nächsten Kapitel wird es also darum gehen, wie sie ihren
Hund gut auf seine neue Aufgabe vorbereiten. |
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| How to train your
Labrador | |
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| Natürlich ist es am schönsten ,wenn Sie ihren Hund von klein
an für den ersten großen Auftritt im Ring trainieren können. Aber auch
wenn ihr Hund schon etwas älter ist, können sie ihm noch die Grundlagen
für eine gelungene Vorführung im Ring lehren. |
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Die Zahnkontrolle sollte schon aus gesundheitlichen Gründen
zum täglichen Ritual werden. Schieben sie ihrem Hund vorsichtig die Lefzen
hoch und kontrollieren sie sanft die Stellung der Kiefer aufeinander.
Danach kontrollieren sie den hinteren Bereich der Maulhöhle. Dabei loben
sie ihn natürlich für sein gutes Betragen. Wenn sie dies vom Welpenalter
an regelmäßig tun, ist es für den Hund nichts ungewöhnliches und er wird
es freundlich dulden. Berücksichtigen sie bitte, dass der Hund in der
Zeit seines Zahnwechsels wie auch kleine Kinder oft unter einem stark
angeschwollenem, schmerzhaften Zahnfleisch leidet. Unterlassen sie am
besten in dieser Zeit jegliche Übung. Der Hund soll die Übung schließlich
positiv und nicht schmerzhaft erleben. |
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Ihr Labrador sollte frei und ungezwungen vor Ihnen
stehen. Er sollte sein Gewicht gleichmäßig auf allen vier Beinen
verteilt halten, dabei mit seinen Beinen genau unter dem Schwerpunkt
stehen und freudig zu ihnen aufschauen. Mit freudiger Rute soll er dennoch
relativ ruhig und ohne zappeln dastehen, seinen Platz beibehalten und
möglichst über die ganze Dauer der Bewertung Kontakt zu ihnen
haben. Beginnen sie mit dem Training am Ende einer Spielstunde oder
eines kleinen Spazierganges. Der Hund soll möglichst ausgeglichen sein
wenn sie mit ihm arbeiten. Hocken Sie sich zuerst zu ihm auf
den Boden und stellen sie ihn auf eine rutschfeste Unterlage. Wählen sie
eine nicht allzu große Unterlage. Der Hund lernt so auf einem begrenzten
Raum stehen zu bleiben und ihnen nicht ständig näher zu kommen. Legen sie
eine Hand sanft unter das Kinn ihres Hundes und versuchen sie den Hals ein
wenig nach vorn zu dehnen. Fixieren sie mit der anderen Hand sorgfältig
die Rutenspitze. Versuchen sie ihren Hund dazu zu bringen ,dass er zunächst
diese Stellung einen kurzen Moment lang duldet. Zeigt er sich hierbei sehr
temperamentvoll, legen sie einen Hand sanft unter den Körper um zu
verhindern, dass er sich setzt. Dabei bekommt er immer wieder das Kommando
„ Steh schön“. Arbeiten sie bitte in dieser Phase noch nicht mit
Leckereien , dies führt meistens zu vermehrter Unruhe. Versuchen sie ihren
Hund ausschließlich durch ihr Handling zur Ruhe zu bekommen. Ihre Stimme
und ihre Hände sollten immer in der Lage sein, Leckereien zu
ersetzen. Stehen sie bitte vorerst noch nicht auf. Wenn sie
von oben auf den Hund herab ein Kommando geben, wird er sie aller
Voraussicht nach ansehen wollen, den Kopf heben und ein unausgebildeter
Hund setzt sich in dieser Situation meist automatisch. Ein ausgebildeter
Hund hat vielleicht gelernt, dass er vor ihnen sitzen muss, zum Beispiel bei
der Komm - Übung. Das ist der Grund dafür, dass sie zunächst nur neben dem
Hund kniend mit ihm arbeiten. Wenn möglich sollten sie mit
diesem Training schon im frühesten Welpenalter beginnen. Bitte nehmen sie
aber Rücksicht auf die noch nicht sehr ausgeprägte Konzentrationsfähigkeit
eines Welpen. Den Welpen nur einen kleinen Moment stehen lassen,
vielleicht zweimal wiederholt, ist zu Anfang völlig ausreichend. Einen
sehr jungen Welpen kann man sehr gut auf einem Tisch handeln, aber bitte
Vorsicht, das er nicht herunterfällt. Wenn er groß genug ist ,verfahren
sie weiter wie oben beschrieben. Seien sie bitte äußerst freundlich
aber konsequent zu ihrem Hund, er soll das Stehen als eine positive Übung
erfahren. Desto mehr Druck sie ausüben, desto eher wird er versuchen sich
zu setzen. Also bitte viel mehr loben als tadeln. Wenn ihr Hund
begriffen hat, was sie von ihm wollen, fangen sie ganz langsam an sich
selber zu erheben. Zunächst bleiben sie aber bitte neben ihrem Hund
stehen, damit sie weiterhin mit ihren Händen eingreifen können falls er
sich versucht zu setzen. Sinnvoll ist es auch ihrem Hund zu lehren, dass er
stehen bleibt während sie sich ein paar Schritt seitlich von ihm
entfernen. Diese Übung wird ihnen sehr nützlich sein um die korrekte
Stellung des Hundes zu überprüfen. Arbeiten sie bitte in ganz kleinen
Schritten und treten sie immer noch nicht vor den Hund, die Begründung
finden sie oben. Erst wenn sie ganz sicher sind, dass ihr Hund zuverlässig
steht, begeben sie sich in die Position vor ihrem Hund. Und auch jetzt
ist es wieder wichtig einige Dinge zu beachten: Beugen sie
sich bitte auf keinen Fall nach vorn über ihren Hund. Diese Geste wird von
ihm mit ziemlicher Sicherheit als sehr dominant aufgefasst und es bringt
ihn wahrscheinlich dazu, sich sofort zu setzen. Müssen sie ihn
korrigieren, tun sie dies bitte wieder von der Seite und nicht von vorn.
Versuchen sie den Hund beim Stehen auf Abstand zu halten. Bestehen sie
darauf, gerade zu Anfang, dass er seinen Platz beibehält. Man kann dies zum
Beispiel dadurch erreichen, dass man ein Bein vor den Körper etwas
anwinkelt und den Hund mit diesem Bein auf Abstand hält. Jetzt kommt
der Zeitpunkt ihm das Stehen "schmackhaft" zu machen. Er soll sich ja
schließlich freudig und begeistert zeigen. Benutzen sie hierzu am besten
weiche Kaustreifen. Hiervon können sie von Zeit zu Zeit ein Stückchen
abbrechen und ihrem Labrador anbieten. Lassen sie ihn aber bitte nur
kontrolliert fressen, er sollte keinesfalls während der ganzen Zeit im
Ring an ihnen herumnagen. Er sollte grundsätzlich nur dann einen
Leckerbissen erhalten, wenn er brav auf seinem Platz
steht. Anmerkung: Bedenken Sie bitte bei der Auswahl der
Leckerbissen, dass der Richter dem Hund zur Zahnkontrolle ins Maul fassen muss. Also verfüttern sie bitte sparsam Dinge, die nicht allzu unangenehme
Speichelbildung auslösen. Unterbinden sie von Anfang an
jegliches Schnüffeln auf dem Boden und natürlich auch jegliches
Hochspringen. Sollten sie mit einem besonders gierigen Exemplar von
Labrador ausgestattet sein, lassen sie den Einsatz von Leckereien besser
ganz weg und benutzen statt dessen ein Spielzeug um den Hund mit seiner
Aufmerksamkeit bei ihnen zu halten. Aber bitte denken sie an die
Höflichkeit den anderen Handlern gegenüber und benutzen sie keine
Spielzeuge mit Geräuschen!!! |
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| Korrigieren des Aufstellens
- stacking | |
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Man kann wohl in den meisten Fällen davon ausgehen, dass ein
anatomisch korrekt gebauter Labrador sich am besten allein stellt.. Mit
ein wenig Übung findet er automatisch in sein
Gleichgewicht. Leider gibt es aber auch weniger talentierte
Hunde die sich nicht optimal zeigen. Und natürlich gibt es auch die Hunde,
die vielleicht einen kleinen anatomischen Mängel aufweisen, den man mit
geschicktem stacking ein wenig überdecken kann. Dazu möchte
ich ihnen eine nette Anmerkung eines sehr freundlichen, älteren
Showrichters nicht vorenthalten: "Sie als Besitzer kennen die kleinen
Unzulänglichkeiten ihres Hundes und als Handler sind sie dafür
verantwortlich diese im Showring geschickt zu überdecken. Ich als Richter
aber werde dafür eingeladen diesen kleinen Betrug zu bemerken und
aufzudecken." Ich glaube, dem ist nichts hinzu zu
fügen! Nehmen wir also an, dass ihr Hund beim Aufstellen
ständig die Vorderpfoten zu eng zueinander stellt. Stellen sie ihren Hund
wie oben beschrieben auf und geben sie ihm sein gewohntes Steh-Kommando.
Nun fassen sie, wieder von der Seite bitte, vorsichtig an einen Vorderfuß
und reden dabei beruhigend auf ihn ein. Versuchen sie langsam diesen Fuß
hochzunehmen und ihn dann in besserer Stellung wieder abzustellen. Halten
sie den Fuß solange vorsichtig fest bis sie sicher sind, dass ihr Hund ihn
da stehen lässt wo sie ihn haben wollten. Geben sie dabei immer wieder
ruhig das Steh - Kommando. Den gleichen Vorgang können sie natürlich mit
jedem einzelnen Fuß wiederholen. Steht ihr Hund so wie sie es sich
vorgestellt haben, erheben sie sich und bringen sich langsam wieder in die
Position vor dem Hund, wie oben beschrieben. Bedenken sie
bitte, das diese Übung schon so etwas wie die hohe Schule des Aufstellen
ist. Es wird sicher eine Weile dauern, bis ihr Hund diesen Vorgang über
sich ergehen lässt ohne dabei zu zappeln oder seine Pfoten zu verstellen.
Hier kommen sie nur mit absoluter Ruhe und Gelassenheit
weiter. Bringen sie Hektik in diese Übung, wird es niemals klappen.
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| Move your dog - Das
Vorführen in der Bewegung | |
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Das Vorführen in der Bewegung ist nicht so schwer zu erlernen,
wie das Aufstellen, aber auch hierbei sind einige Punkte zu
berücksichtigen. Natürlich sollte ihr Hund, bevor sie mit dem Training
beginnen, ordentlich leinenführig sein. Legen sie ihrem Hund zu Beginn
wieder seine Ausstellungsleine an, damit er zwischen Unterordnungsübungen
und dem Training für die Ausstellung unterscheiden kann. Der Hund sollte
sich im Ring nicht in der Unterordnung befinden, denn er muss sich frei und
freudig zeigen. Jeder soll sehen, wie viel Spaß es ihm macht, mit ihnen
durch den Ring zu laufen. Es gibt wahre Showtalente, die es sichtlich
genießen im Mittelpunkt zu stehen, die förmlich neben ihrem Besitzer her
schweben und alles zeigen was sie in der Bewegung mitbringen. Freuen sie
sich, wenn sie ein solches Exemplar besitzen aber verzweifeln sie bitte
nicht , wenn ihr Hund nicht zu diesen gehört. Hier sind eben
SIE gefragt das Beste aus ihrem Hund zu machen. Üben sie
zunächst das Vorführen auf dem Kreis. Nehmen sie ihren Hund aus dem Steh -
Kommando auf ihre linke Seite. BEVOR sie loslaufen ordnen sie ihre Leine.
Drehen sie die Halsschlaufe so, das die Leine sich ohne Probleme auf und
zu zieht. Geben sie ihrem Hund ein aufmunterndes Kommando z.B. "Fein
laufen" und zupfen sie ihn damit er sich in Bewegung setzt. Ich persönlich
benutze hier ganz bewusst kein "Fuß"- Kommando, denn der Hund soll anders
neben mir herlaufen als in der Unterordnung. Muntern Sie ihren Hund beim
laufen ständig auf, damit er ganz besonders freudig mit ihnen läuft. Hier
müssen sie natürlich ein wenig das Temperament ihres Hundes
berücksichtigen. Besitzt ihr Hund ein eher ruhiges Wesen, können sie ihn
etwas mehr aufmuntern, damit er nicht gelangweilt neben ihnen her
schlendert. Bei einem sehr temperamentvollen Hund müssen sie dagegen
aufpassen, dass er nicht vor lauter Begeisterung auf seinen Hinterbeinen
neben ihnen herum hüpft. Halten sie die Leine relativ kurz über dem Hund
und zupfen sie ihn zur Aufmunterung immer nach oben und nicht in ihre
Richtung, denn er sollte in der Bewegung schon einen gewissen Abstand zu
ihnen halten. Lassen sie von einem erfahrenen Aussteller beurteilen, in
welcher Geschwindigkeit ihr Hund seine Bewegungen am besten zeigt.
Allerdings sollten sie beim trainieren, gerade auf der Kreisbahn
unterschiedliche Tempos üben, denn sie müssen sich später im Ring ja in
der Geschwindigkeit an ihrem Vordermann orientieren. Stoppen sie
regelmäßig aus der Bewegung ab und stellen sie ihren Hund sofort wieder
auf. Auch dieser Wechsel zwischen temperamentvollem Vorführen und ruhigem
Stehen ist ein wichtiger Ausbildungsprozess. In der gleichen Art üben
sie das Vorführen ihres Hundes auf dem Dreieck. Vielleicht markieren sie
sich auf einer Betonfläche eine Übungsstrecke. Laufen sie die Geraden in
gleichmäßigem Tempo ab, stoppen sie in den Winkeln und laufen sie auf der
nächsten Geraden gleich wieder in gutem Tempo voran. Vermeiden sie ein
langes Ein- und Auslaufen in langsamerem Tempo. Starten sie bei jeder
Geraden gleich wieder mit viel Schwung. Zum Schluss bleibt
ihnen noch das Vorführen auf gerader Strecke vom Richter weg und zum
Richter hin zu trainieren. Der Richter möchte den Hund in
einer geraden gleichmäßigen Bewegung im Trab sehen. Zuerst laufen sie eine
gerade Strecke vom Richter weg . Hierbei ist es ganz entscheidend, dass sie
sich einen Fixpunkt suchen auf den sie zulaufen. Tun sie dies nicht,
werden sie vermutlich ohne es zu merken Schlangenlinien laufen. Am Ende
der Strecke drehen sie ihren Hund um, und zwar so, dass der Richter den
Hund in der Drehbewegung sehen kann, das heißt sie gehen um den Hund
herum. Nun laufen sie gerade auf den Richter zu. Hierbei soll der Hund auf
gleicher Linie mit dem Richter sein, nicht sie, der Richter möchte
schließlich nicht ihre schwungvollen Bewegungen beurteilen, sondern die
ihres Hundes. |
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| Zum Schluss - Übung macht
den Meister | |
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Mit den oben beschriebenen Übungen sollten sie nun in der Lage
sein ihren Hund gut und erfolgreich auf ihre erste gemeinsame Ausstellung
vorzubereiten. Sicher wird ihr erster Auftritt nicht gleich perfekt sein,
aber wahrscheinlich sind sie schon viel besser vorbereitet als viele
andere Neueinsteiger. Es ist ähnlich wie bei dem Erlernen des
Autofahrens. Ein Kurs legt die Grundlagen, aber erst durch regelmäßiges
Fahren kommen sie schließlich zu einem eigenem Stil und vielleicht auch
irgendwann einmal zur Perfektion. Vielleicht ist es ihnen
möglich, am Ende dieses Kurses ein Ringtrainigseminar zu besuchen und
alles was sie bisher gelernt haben im praktischen Rahmen und vor allem
unter Anwesenheit anderer Hunde zu probieren. Für den ersten Versuch ist
sicherlich auch eine sogenannte Pfostenschau ein guter Termin. Hier läuft
alles wie auf einer „ richtigen“ Ausstellung aber die Richter sind
angehalten Tipps zu geben wie sie die Vorführung ihres Hundes noch weiter
perfektionieren können. Ich würde mich jedenfalls freuen,
wenn wir uns bald einmal treffen... |
| ...natürlich auf einer
Ausstellung!!! |
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| Labrador Retriever Rassebeschreibung |
| Labrador Retriever Rassestandard |
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Labrador (Sprache Englisch), von Barbara Krüger erhältlich
über die LCD Geschäftsstelle |
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Richtlinien über die Vergabe von Championaten, Zuchtschauordnung
VDH erhältlich beim Verband für das Deutsche Hundewesen, VDH,
Dortmund |
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und noch ein Standardwerk: Das große Labrador
Retriever Buch, von Heather Wiles Fone, Kynos Verlag Eine Sammlung
von Artikeln zu verschiedenen Sachthemen bekannter englischer Züchter,
Richter und Aussteller wie Mrs. Carole Coode, Mrs. Marjorie Satterthwaite
und Mr. David Craig. Das Buch enthält unter anderem einen sehr schönen
Artikel zum Thema Handling von Penny Carpanini. Leider etwas unglücklich
in der Übersetzung, aber auf jeden Fall eindrucksvoll !!! |
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Alle Rechte liegen bei der
Autorin. Nachdruck, Kopie, Veröffentlichung - auch auszugsweise -
nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung der
Autorin. Britta Jones Kennel TIVERTON
LABRADORS (VDH, FCI) Am Hang 29 59075 Hamm | |
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